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Realschule plus Niederzissen • Die Schule mit Ausbildunsgarantie

capricorn COMPOSITE GmbH weckt Interesse für Ausbildungsplätze

Wie sehr sich Auswahl und Vergabe von Ausbildungsstellen in den vergangenen Jahren verändert haben, erkennt man an Projekten wie dem der Realschule plus Niederzissen. Die Schule garantiert Schülern in Zusammenarbeit mit ausgewählten Unternehmen einen Ausbildungsplatz unter gewissen Voraussetzungen. BiG heißt das Projekt und der Schulleiter Timo Djelassi selbst stellte es in einem Gespräch kürzlich im Hause der Firma capricorn COMPOSITE GmbH in Meuspath vor. Im Rahmen dieses Gespräches lud er das Unternehmen ein, das vielfältige Ausbildungsportfolio bei Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Berufsorientierungsunterrichtes vorzustellen.

Mike Roth (links), Dipl.-Ing. Thomas Häberle (rechts), Schulleiter Timo Djelassi (2.vr.) und einige interessierte Schülerinnen und Schüler.

 

Die capricorn COMPOSITE GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen und seit einigen Jahren im Gewerbegebiet am Nürburgring ansässig. Das Unternehmen entwickelt und fertigt mit zwischenzeitlich 100 Mitarbeitern komplexe Hochleistungsbauteile aus Faserverbundwerkstoffen für die Bereiche Automotive, Motorsport, Medizintechnik und Luftfahrt. Vertreter des Unternehmens nahmen die Einladung der Schule gerne an und präsentierten das Unternehmen und deren Ausbildungsplätze vor zwei Gruppen von jeweils über 35 Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen. Mike Roth begrüßte als Teamleiter der Verwaltung alle Zuhörer, bedankte sich für die Einladung und stellte sich und seine Entwicklung nach der Banklehre mit seinen heutigen Aufgaben im Unternehmen kurz vor. Er hatte sich über die Einladung auch persönlich sehr gefreut, denn schließlich war er vor über 20 Jahren selbst Schüler der Brohltalschule. Weiterhin informierte er über die Entstehung und die schnelle Entwicklung des Unternehmens seit der Gründung und über die zukunftsweisende Technologie. „Um unser Team weiter auszubauen und um der immer größer werdenden Nachfrage an Leichtbauteilen gerecht zu werden, möchten wir gerne zukünftige Mitarbeiter selbst ausbilden“, stellte Mike Roth heraus. Zudem sei es wichtig, dass sich junge Leute für handwerkliche Berufe interessieren, um dem bevorstehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Häberle, Teamleiter der technischen Entwicklung, schloss sich diesen Aussagen an und erläuterte an seiner eigenen Person, das es durchaus Möglichkeiten gibt, auf einer soliden Berufsausbildung aufzubauen, sich weiter zu entwickeln und im Unternehmen capricorn eine berufliche Zukunft zu finden. Er selbst hatte einst den Beruf des Modellbauermechanikers erlernt, mit einem Studium darauf aufgebaut, als studierender Diplomand im Unternehmen capricorn begonnen und ist heute in leitender Funktion als Ingenieur tätig.

Thomas Häberle übernahm dann auch den technischen Teil der höchstinteressanten Bildschirmpräsentation, und brachte den Schülern die Faserverbundtechnologie näher. Mit tollen Bildschirmanimationen zeigte er auf der interaktiven Tafel, wie die leichten aber stabilen Werkstücke entstehen und wo man sie später an einem Renn- oder einem Serienfahrzeug sehen kann.

Im Anschluss an diesen technischen Part stellte er die Ausbildungsberufe vor, in denen aktuell oder zukünftig ausgebildet werden soll. Vom Fahrzeuglackierer über den technischen Modellbauer, den Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, den Zerspanungsmechaniker bis hin zum Industriekaufmann ist der Ansporn des Unternehmens groß, neben derzeit zwei Auszubildenden das Angebot weiter auszubauen. Wichtig und hilfreich zum gegenseitigen Kennenlernen sei die Durchführung eines Praktikums. Praktikumsplätze sind bei uns sehr begehrt und wir nehmen auch hier immer wieder gerne Bewerbungen entgegen, komplettierte Mike Roth die Liste der Angebote.

Zum Anfassen gab es auch noch was! Die Unternehmensvertreter hatten einige Leichtbauteile und auch etwas rohes Fasermaterial zum Anfassen mitgebracht. Schüler und auch Lehrer zeigten sich über dieses stabile und gleichzeitig leichte Material sehr erstaunt.

Dann kam der Punkt, mit dem die Repräsentanten nicht gerechnet hatten. Schüler und Lehrer interessierten sich mit einer Flut von Fragen und waren gleichermaßen interessiert an Informationen zu den komplexen Themen dieser Technologie im Zusammenhang mit den zukunftsweisenden Werkstoffen sowie zum großen Ausbildungsangebot.

Ein kurzer Film zum Abschluss zeigte einige spektakuläre Bilder von Rennfahrzeugen, an denen das Unternehmen mitgewirkt hat und bei deren Anblick auch viele capricorn Mitarbeiter mit Stolz behaupten können, hieran Hand angelegt zu haben.

Nach dem Empfang eines Flyers mit den wichtigsten Informationen zum Ausbildungsangebot bedankten sich die Zuhörer mit einem Applaus und gingen nach zwei prallgefüllten Unterrichtsstunden und einem geweckten Interesse in die wohlverdiente Pause.

Alle Verantwortlichen waren sich am Ende des Vormittags einig darüber, dass man diese für alle Seiten wichtige Zusammenarbeit gerne fortführen möchte. Der Schulleiter nahm die Einladung des Unternehmens zu einer Werksbesichtigung in Meuspath gerne entgegen und kündigte einen zeitnahen Besuch einer Schülergruppe an.

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