Realschule plus Niederzissen • Die Schule mit Ausbildunsgarantie

Der Übergang von der Schule zur Arbeitswelt

Die Realschule plus Niederzissen sieht einen Schwerpunkt  ihrer Arbeit in einer langfristig angelegten Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf die Berufs- und Arbeitswelt. Dabei schließen wir die zahlenmäßig durchaus große Gruppe der Schüler mit ein, die zunächst höherwertige Bildungsabschlüsse an einer Fachoberschule, einer Berufsfachschule oder z. Bsp. an einem Gymnasium anstreben. Dies tun wir, da wir auch hier die Erfahrung gemacht haben, dass ein Wissen über eigene Stärken und Schwächen sowie ein berufliches Eignungswissen der Motivation für schulische Leistungen förderlich ist.

Bereits im 6. Schuljahr werden die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der neuen Wahlpflichtfächer (Technik und Naturwissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialwesen) erstmals im Rahmen berufsorientierter Themenstellungen mit der Problematik konfrontiert und für eigene Stärken, Schwächen und Neigungen innerhalb dieser Bereiche sensibilisiert.
Darüber hinaus werden im Bereich der neuen Wahlpflichtfächer  die Erkenntnisse aus Klassenstufe 6 vertieft und mit Hilfe eines Berufswahlportfolios dokumentiert. Dieses  begleitet die Schüler bis zur Klassenstufe 9 bzw. 10.

Im 7. Schuljahr erfolgt in einer überbetrieblichen oder vergleichbaren Bildungseinrichtung der HWK Koblenz (BüvB) eine konkretere Hinterfragung eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten (14 Tage / 80 Std.) in den Bereichen

  • Metallverarbeitung
  • Holzverarbeitung
  • Maler/Lackierer
  • Friseur/Kosmetik

Angestrebte Ziele dieser Maßnahme sind eine erste ernsthafte Begegnung mit Berufsfeldern und damit ein erstes Abgleichen mit eigenen Wünschen und Begabungen (Stärken- Schwächenanalyse). Diese Maßnahme wird von der Agentur für Arbeit finanziell unterstützt.

Im 8. Schuljahr werden die Bemühungen noch konkreter:

Zu Beginn des 2. Halbjahres machen alle Schülerinnen und Schüler ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Hierbei soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, die Passgenauigkeit der zunächst ausgewählten Berufswünsche zu überprüfen und hieraus evtl. Alternativen abzuleiten. Ferner dient es der Erkundung der eigenen beruflichen Fähigkeiten und auch der Prüfung der körperlichen und emotionalen Belastbarkeit.
Darüber hinaus ist das Betriebpraktikum der Startschuss für den Praxistag. Dieser ist für alle Schüler der Berufsreife gedacht, die zu diesem Zeitpunkt eher "lernmüde" sind (http://praxistag.bildung-rp.de" style="margin: 0px; padding: 0px; color: rgb(0, 106, 180);">http://praxistag.bildung-rp.de).

Der Praxistag wird in der ersten Hälfte des 8. Schuljahres durch eine Nachmittags-AG vorbereitet, die durch außerschulische Partner getragen und von Lehrern beaufsichtigt wird. Die Schüler besuchen in der zweiten Hälfte des 8. Schuljahres und in der 1. Hälfte des 9. Schuljahres einen Betrieb regelmäßig an einem Tag der Woche (dem Praxistag) und sollen durch diese außerschulische Tätigkeit  Selbstbewusstsein und Wertschätzung erfahren, die es ihnen ermöglichen soll, neue Motivation für ihren schulischen Abschluss und die eigene Leistungsbereitschaft zu entwickeln. In der 2. Hälfte des 9. Schuljahres wird der Praxistag wiederum in Form einer Nachmittagstags-AG aufgearbeitet

Ein weiteres Standbein des Überganges zur Berufs- und Arbeitswelt ist die Maßnahme der Berufseinstiegsbegleitung, finanziell getragen durch die Agentur für Arbeit. An unserer Schule haben wir z. Zt. zwei Berufseinstiegsbegleiter (1½ Stellen),  Herr Walter mit voller Stelle und Frau Becker mit einer ½ Stelle. Die Berufseinstiegsbegleiter helfen den Schülern, die nicht in das Projekt des Praxistages eingebunden sind, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen, regen zusätzliche Praktika an und begleiten den Übergang bis ins erste halbe Jahr der Ausbildung. Sie helfen bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsstellen, unterstützen bei Kontakten zu Betrieben oder z. Bsp. bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen.

Die Berufsberater (Michaela Stahl) der Agentur für Arbeit haben bei uns eine regelmäßige Sprechstunde und begleiten alle Schüler der Schule, um möglichst allen, die ein Ausbildungsverhältnis anstreben, in ein solches zu bringen. Aber auch über schulische Weiterbildungsmöglichkeiten wird hier umfassend informiert.

Seit dem letztem Jahr bieten wir an einem Tag ("Tag der Berufe") eine Berufsinfobörse an, an der Betriebe der Region und auch überregionale Betriebe (Anbieter von Ausbildungsstellen) mit den Nachfragern (Schülern) zusammenkommen können, um erste Kontakte zu knüpfen, Praktika auszumachen oder Lehrstellen zu vermitteln. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Brohltal.

Betriebserkundungen runden unsere Bemühungen ab, vertiefende Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt zu ermöglichen.

Mit einigen Betrieben hat die Brohltalschule darüber hinaus Schulpatenschaften abgeschlossen, die die gute Zusammenarbeit verbindlich und nachhaltig gestalten sollen; dies wurde mit der Volksbank RheinAhrEifel e.G  sowie mit dem Seehotel Maria-Laach bereits vertraglich geregelt, weitere Kooperationsverträge werden angestrebt. Mit dem Gewerbeverein

Kempenicher Land e.V. (www.gewerbeverein-kempenich.de)

ist die gute Zusammenarbeit bereits Tradition, gemeinsame Veranstaltungen mit Eltern zukünftiger Azubis sollen die Erwartungshaltungen der Betriebe mit den Ansprüchen und Vorstellungen der Eltern abgleichen.

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