Realschule plus Niederzissen • Die Schule mit Ausbildungsplatzgarantie

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 setzten sich intensiv mit den zehn Geboten auseinander und übertrugen diese auf die heutige Gesellschaft mit verblüffenden Ergebnissen

Niederzissen. Die meisten Menschen glauben, dass das Fach katholische Religion langweilig und veraltetet sei. Die Geschichten aus der Bibel haben bereits eine dicke Schicht Staub angesetzt und die Gesetze und Gebote passen zur damaligen Kultur aber keinesfalls auf unsere heutige Gesellschaft.

So oder so ähnlich denken viele Menschen und auch die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 dachten sicherlich zu Beginn der Projektarbeit, dass ein Thema rund um die Zehn Gebote bestimmt ganz langweilig sein muss. Dies konnte die Lehrerin Dajana Barth zumindest vermuten, da die Beteiligung am Anfang der Einheit doch zu wünschen übrig ließ. Als den Jugendlichen dann schnell klar wurde, dass sie auf keinen Fall die Zehn Gebote auswendig lernen müssen und auch die Mosesgeschichte nicht auf dem Lehrplan steht, sondern sie selbst im Mittelpunkt der Einheit stehen, war das Interesse schlagartig gegeben.

Noch im Unterricht wurde zunächst einmal das erste Gebot (Du sollst keine anderen Götter neben mir haben) angesprochen. Den Schülern war sofort klar, dass in der damaligen Gesellschaft eine Vielgötterei herrschte und die Bewohner angehalten wurden, sich zu dem einen Gott zu bekennen. Aber da wir in unserer Gesellschaft nur einen Gott ehren, hat das Gebot keinerlei Bewandtnis – dachten sie!

Erst nach und nach kamen die Schüler dazu, dass manche Menschen heute andere Dinge so stark verehren bzw. vergöttern und teilweise ihr ganzes Leben danach ausrichten. Schnell wurden in der Klasse viele Beispiele gefunden, die deutlich machen, dass auch wir heute im Jahr 2020 vielen Dingen nacheifern und dabei oftmals vieles um uns vergessen, da wir unser Leben nur in diese eine Richtung lenken. Man denke mal an die vielen Jugendlichen, die manche Stars vergöttern und ihnen sogar nachreisen oder aber an Jugendliche die ihr halbes Leben nur vor dem Handy hängen. Aber auch Erwachsene können sich hier an die eigene Nase packen – denke man doch mal daran, wie viele Menschen das ganze Jahr nur dem Geld hinterher hechten ohne nach rechts und links zu schauen, nur um das neuste Auto zu fahren oder ein anderes Statussymbol zu erlangen oder aber die ganze Ultraszene rund um den Sport.

Anhand des ersten Gebotes konnte den Schülerinnen und Schülern sehr eindrücklich dargestellt werden, dass die zehn Gebote sehr alt sind und dass man sie erst einmal „übersetzen“ muss, damit sie auf die heutige Gesellschaft angewandt werden können. Und schon waren die Schüler mitten in ihrer Aufgabe. Hatte sie doch in ihren Arbeitsgruppen einige Schulstunden Zeit sich mit den Inhalten der Zehn Gebote auseinander zu setzen, diese dann in die heutige Zeit zu übertragen und dann als Plakat niederzuschreiben. In Windeseile machten die Schülerinnen und Schüler sich an die Arbeit. Heraus kamen teilweise beeindruckende Gebote, die der Gesellschaft ein Spiegelbild vor die Nase halten:

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1: Es gibt wichtigeres als MICH !

(Ich bin dein Herr und Gott! Du sollst keine fremden Götter neben mir haben!)

2: Pack dich an die eigene Nase…

(Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren)

3: Sonntagsarbeit verboten!

(Gedenke, dass du den Sabbat heiligst)

4: Deine Eltern sind wichtiger als dein Handy!

(Du sollst Vater und Mutter ehren)

5: Mobben endet schlimm!

(Du sollst nicht töten)

6: Durch die Scheidung leiden die Kinder am meisten!

(Du sollst nicht ehebrechen)

7: Wissensklau ist nicht schlau..!

(Du sollst nicht stehlen)

8: Gib nicht vor jemand zu sein, der du nicht bist

(Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen)

9: Hab nur Augen für deinen Schatz!

(Du sollst nicht begehren deines nächsten Frau)

10: Gönn mal!

(Du sollt nicht begehren deines nächsten Hab und Gut)

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